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Womit heizen? Gasheizung oder Elektroheizung?

Autor: Tóth Tamás · 4 Min. Lesezeit

Gasheizung oder Elektroheizung beim Bauen und Sanieren: Investition, Wartung, Garantie, realer Wirkungsgrad – und die Fälle, in denen die elektrische Heizung, besonders die Infrarotheizung, die bessere Wahl ist, und wann nicht.

Womit heizen? Gasheizung oder Elektroheizung?

Beim Bauen oder Sanieren ist von Gas- und Elektroheizung diejenige die bessere Wahl, die zum Wärmebedarf des Gebäudes und zu den Gesamtkosten passt. Der Aufbau eines elektrischen Systems ist günstiger und einfacher, es braucht kaum regelmäßige Wartung, der Strom ist je Wärmeeinheit aber teurer als Gas. Beim Austausch einer alten Gasanlage mit schlechtem Wirkungsgrad, bei einem nur zeitweise genutzten Haus oder bei fehlendem Leitungsgas ist die elektrische Heizung oft günstiger.

Der Aufbau eines Gaskessels ist kostspielig, mit vielen Umbauten verbunden, und es braucht dazu unbedingt eine Fachkraft. Tauschen wir bei der Sanierung Konvektoren oder Festbrennstofföfen aus, müssen Rohrleitungen verlegt, Heizkörper montiert und ein Kessel beschafft werden. Später brauchen Kessel und Schornstein regelmäßige Wartung, und die Reparatur eines defekten Thermostats oder Kessels ist ein Mehrposten. Die Montage von Infrarotpaneelen ist deutlich einfacher. Kommt in jeden Raum ein Paneel, ist das auch keine kleine Investition, kostet aber weit weniger als die komplette Verrohrung und der Anschluss der Heizkörper. Bei der Entscheidung lohnt es sich, auch Gesichtspunkte jenseits der monatlichen Energiekosten abzuwägen.

Infrarotpaneele aus unserem Webshop

Die folgenden Produkte sind Beispiele für die Paneel-Lösung; aktuellen Preis und Verfügbarkeit finden Sie auf der Produktseite (ungarischsprachiger Shop, Lieferung innerhalb Ungarns).

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Gasheizung und elektrische Heizung nach Kriterien

  1. Investition: Die Installation einer elektrischen Heizung ist wesentlich günstiger.
  2. Unterhalt und Wartung: Bei der Elektroheizung gibt es praktisch keine regelmäßigen Wartungskosten, bei der Gasanlage sind Kontrolle und Reinigung von Kessel und Schornstein ein wiederkehrender Posten.
  3. Garantie: Auf die Heizfolie der 4. Generation geben wir 15,5 Jahre Garantie, wenn wir die Ausführung übernehmen.
  4. Defekte: In der elektrischen Heizung gibt es keine Verbrennung, Pumpe oder bewegliche Teile, daher weniger verschleißende, störungsanfällige Elemente; fachgerechter Anschluss und Qualität der Steuerung zählen aber auch hier.
  5. Erneuerbare Energie: Sie lässt sich auch mit eigener Photovoltaikanlage betreiben, was ein großer Vorteil ist.
  6. Lebensdauer: Im Infrarotpaneel gibt es wenige Verschleißteile. Der Brennwertkessel erfordert regelmäßige Kontrolle und Wartung, und über seine Lebensdauer muss man auch mit seinem Austausch rechnen.
  7. Kohlendioxidemission: Die Gasheizung verbrennt vor Ort fossilen Brennstoff. Die elektrische Heizung gibt vor Ort keine Verbrennungsprodukte ab; ihre indirekten Emissionen hängen davon ab, aus welcher Quelle der Strom erzeugt wird, und mit eigener Photovoltaikanlage lassen sie sich senken.

Gasheizung mit Gaskessel

Die Kosten der elektrischen Heizung verbessern sich deutlich, wenn man bei der Heizungsmodernisierung auch Photovoltaikmodule aufs Dach montieren lässt. Sie kommt auch infrage, wenn ein Raum oder Gebäude nur zeitweise genutzt wird – typisch ist das beim Wochenendhaus, wo das System nur beim Einschalten arbeitet und keine ständige Bereitschaft nötig ist. Auch als Zusatzheizung leistet sie gute Dienste, zum Beispiel neben Kachelofen oder Kamin. Schließlich kann auch der Zwang zur elektrischen Heizung führen: wenn es in der Gegend kein Leitungsgas gibt oder sein Aufbau unverhältnismäßig teuer wäre.

Mit welchem Wirkungsgrad arbeiten Gas- und Elektroheizung?

Moderne Elektroheizungen wandeln Strom mit nahezu 100 % Wirkungsgrad in Wärme um und lassen sich auch mit erneuerbarer Energie versorgen. Der reale Wirkungsgrad eines veralteten Gas-Brüstungskonvektors liegt dagegen nach unserer Erfahrung im Betrieb eher bei 30–35 %, nicht so hoch, wie er in der Beschreibung bei Maximallast steht. Das ist wie beim Werksverbrauch von Autos, der im realen Gebrauch selten erreicht wird.

Bei den Energiepreisen zum Zeitpunkt des Erscheinens 2020 folgte daraus, dass die Betriebskosten einer modernen elektrischen Heizung ähnlich oder günstiger sein konnten als die eines unter gleichen Bedingungen arbeitenden alten Konvektors. Wurde ein altes, überdimensioniertes, schlecht geregeltes System mit unserer Schätzung nach 30–40 % realem Wirkungsgrad durch moderne elektrische Heizung ersetzt, konnte man mit etwa gleichen Energiekosten rechnen, bei der Infrarotheizung sogar mit 15–20 % günstigeren. Wird das gesamte System ausgetauscht, lohnt es sich eher, ein deutlich geringer investiertes elektrisches System zu installieren und mit der verbleibenden Summe den Wärmeverlust des Hauses zu senken oder Photovoltaik zu installieren.

Wann lohnt der Wechsel nicht?

In ein Gebäude mit großer Grundfläche, großer Raumhöhe und veraltetem Zustand lohnt sich nicht immer eine luftheizende elektrische Heizung, weil ein riesiges Luftvolumen erwärmt werden muss. Dann kann die Infrarot-Heizfolie eine gute Wahl sein, weil sie nicht in erster Linie die Luft, sondern die Oberflächen und die Anwesenden erwärmt. Darüber zeigt ein Videobericht, wie die Infrarotheizung in einem Gebäude mit großer Raumhöhe funktioniert.

Auch in größeren, alten, traditionell gebauten Häusern ist die herkömmliche elektrische Heizung nicht zu empfehlen, weil diese wärmetechnisch nicht annähernd den heutigen Anforderungen entsprechen. Damit es sich hier lohnt, genügt es nicht, die Fenster und Türen auszutauschen und das Gebäude von außen zu dämmen.

Wenn Sie auch die Wärmepumpe abwägen, hilft unser Kostenvergleich von Wärmepumpe und Infrarotheizung beim Vergleich. Einen technischen Vorschlag für Heizfolie können Sie auf unserer Angebotsseite anfordern (Ausführung in Ungarn).

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