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Intelligente Heizungsregelung für zu Hause

Autor: Tóth Tamás · 4 Min. Lesezeit

Was kann die intelligente Heizungsregelung, aus welchen Elementen besteht sie, welche Vorteile bringt sie, und wonach sollten Sie wählen – mit realistischem Einsparpotenzial und der Erklärung, warum die Zonenregelung bei elektrischer Heizung einfacher ist.

Intelligente Heizungsregelung für zu Hause

Die intelligente Heizungsregelung ist eine vernetzte Steuerung, die neben dem eingestellten Zeitprogramm auch die Außen- und Raumtemperatur, die Tageszeit, bei manchen Typen die Anwesenheit der Bewohner und das offene Fenster berücksichtigt, sodass weniger unnötig geheizt wird. Wirklich lohnt sie sich, wenn Ihr Tagesablauf wechselt, Sie je Raum unterschiedliche Temperaturen wünschen oder die Heizung auch aus der Ferne bedienen möchten.

Wegen schwankender Energiepreise und Umweltbewusstsein suchen heute viele danach, wie sie präziser heizen könnten. In diesem Beitrag sehen wir uns an, was ein intelligentes System kann, welche Vorteile es bringt und wonach man wählen sollte. Haben Sie sich schon entschieden, beschreibt unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung den Ablauf von Installation und Einstellung.

Was ist die intelligente Heizungsregelung?

Ein herkömmlicher, manueller oder einfach programmierbarer Thermostat schaltet nach einem eingestellten Wert oder Zeitpunkt. Die Elemente eines intelligenten Systems kommunizieren dagegen miteinander und mit dem Nutzer und berücksichtigen mehrere Signale: die Außentemperatur, die aktuelle Raumtemperatur, die Tageszeit, sogar die Anwesenheit der Bewohner. Weiter entwickelte Systeme „lernen“ im Gebrauch die Gewohnheiten und passen die Heizzyklen daran an, damit der Komfort erhalten bleibt und der Energieverbrauch sinkt.

Intelligente Heizungsregelung zu Hause mit smartem Thermostat

Aus welchen Elementen besteht sie?

  • Smarter Thermostat: das Zentrum des Systems. Er misst die Temperatur, verbindet sich per WLAN mit den anderen Geräten und dem Internet und ist per Smartphone oder Tablet bedienbar; viele Typen haben Display und Touch-Tasten.
  • Steuerung je Zone: Bei Heizkörperheizung lässt sich mit smarten Heizkörperventilen die Temperatur jedes Raums getrennt regeln – das selten genutzte Gästezimmer muss nicht wie das Wohnzimmer beheizt werden.
  • Sensoren: Außentemperatur, Luftfeuchtigkeit, offenes Fenster oder offene Tür (dann kann die Heizung in der jeweiligen Zone abschalten), bei manchen Systemen ein Bewegungsmelder zur Erkennung der Anwesenheit.
  • Smart-Home-Anbindung: Viele Systeme lassen sich mit den großen Smart-Home-Plattformen verbinden, sodass sie auch per Sprachsteuerung und mit automatischen Szenarien bedienbar sind.

Bei elektrischer Heizung sind die Zonen von vornherein gegeben

Die elektrische Heizung – zum Beispiel die Infrarotheizung, die Heizfolie oder das Infrarotpaneel – bekommt je Raum einen eigenen Heizkreis und meist einen eigenen Thermostat, sodass keine Heizkörperventile nötig sind: Die Zonen entstehen mit dem Aufbau. Bei der Infrarot-Fußbodenheizung überwacht der Thermostat neben der Luft auch die Bodentemperatur. Welcher Thermostattyp wofür gedacht ist, lesen Sie in unserem Beitrag zu Raumthermostaten.

Welche Vorteile bringt sie?

Komfort

  • Fernsteuerung: Vom Arbeitsplatz oder aus dem Urlaub können Sie die Temperatur Ihres Zuhauses prüfen und ändern, sodass tagsüber die leere Wohnung nicht geheizt werden muss und bei der Heimkehr trotzdem Wärme wartet.
  • Persönliches Programm: Für jeden Wochentag, und darin je Tageszeit, lässt sich eine andere Temperatur einstellen.
  • Lernender Betrieb: Manche Systeme passen sich den Gewohnheiten an – wenn Sie zum Beispiel meist um 7 Uhr aufstehen, ist die Wohnung bis dahin von selbst angenehm durchgewärmt.

Weniger Energie

  • Heizt nur dort und dann, wo es nötig ist: Nutzen Sie nur einige Räume, muss nicht das ganze Haus gleich beheizt werden.
  • Weniger Verschwendung: Das Erkennen von Fensteröffnung und Anwesenheit sowie die genauere Temperaturregelung dämpfen den unnötigen Energieverbrauch.

Die Höhe der Einsparung hängt vom Ausgangszustand ab: Wo bisher den ganzen Tag das Haus gleichmäßig beheizt wurde, ist sie größer, wo bereits ein gut eingestellter programmierbarer Thermostat arbeitete, geringer. Als Bezugspunkt eignet sich die Empfehlung der Internationalen Energieagentur (IEA) von 2022: Danach senkt eine Rücknahme des Thermostats um 1 °C den Heizenergiebedarf um etwa 7 %. Die intelligente Steuerung nimmt diese Rücknahme für die Nacht und für Zeiten der Abwesenheit von selbst vor. Die Amortisation hängt daher davon ab, was das System kostet und wie viel unnötiges Heizen es ersetzt – je verschwenderischer die frühere Regelung, desto früher. Die Quellen der Einsparung erläutert ausführlich unser Beitrag zur modernen Heizungsregelung.

Sicherheit

  • Überwachung: Das System überwacht die Heizung und kann bei Unregelmäßigkeiten – zum Beispiel wenn die Temperatur in frostgefährdetem Maß fällt – eine Benachrichtigung auf Ihr Handy senden.
  • Frostschutz: Sie können einstellen, dass die Heizung unter einer kritischen Temperatur automatisch einschaltet, sodass die Rohre auch in Ihrer Abwesenheit nicht einfrieren.
  • Fernkontrolle: Blieb die Heizung vor der Abreise eingeschaltet, können Sie sie aus der Ferne zurücknehmen und so unnötigen Verbrauch und Überheizung vermeiden.

Umwelt

Weniger verbrauchte Energie bedeutet geringeren Kohlendioxidausstoß, sodass die genauere Regelung nicht nur dem Geldbeutel, sondern auch der Umwelt zugutekommt.

Wie wählen Sie eine intelligente Heizungsregelung?

  • Kompatibilität: Passt sie zur vorhandenen Heizung – Gaskessel, elektrische Heizung, Fußbodenheizung? Bei elektrischer Heizung muss der Thermostat auch die Leistung der Heizung verkraften.
  • Funktionen: Genügt die Fernsteuerung, oder brauchen Sie vollständige Steuerung je Zone und lernenden Betrieb?
  • Installation: Manche Geräte – zum Beispiel den Heizkörperkopf – können Sie selbst montieren, den Anschluss des Thermostats überlassen Sie jedoch, besonders bei elektrischer Heizung, einer Fachkraft.
  • Bedienbarkeit: Probieren Sie wenn möglich vorab die Mobil-App aus; die Oberfläche sollte eindeutig und leicht bedienbar sein.
  • Erweiterbarkeit: Denken Sie an die Zukunft – möchten Sie später weitere Smart-Home-Geräte ins System einbinden?
  • Kosten: Schauen Sie nicht nur auf den Kaufpreis: Das günstigere System kann langfristig teurer sein, wenn es weniger einspart.

Die intelligente Heizungsregelung ist keine technische Neuheit um ihrer selbst willen, sondern ein Werkzeug, damit sich die Heizung an die tatsächliche Nutzung des Hauses anpasst. Gut gewählt und eingestellt bietet sie ein komfortableres, sparsameres und umweltschonenderes Zuhause.

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