Heizfolie und Wärmepumpe: Vor- und Nachteile im Vergleich
Autor: Tóth Tamás · 3 Min. Lesezeit
Heizfolie oder Wärmepumpe – oder beides zusammen? Wie die Wärmepumpe funktioniert, welche Voraussetzungen der Einbau hat, was bei Investition und Betrieb günstiger ist und was die Abrechnungsart bei Photovoltaik bedeutet.
Heizfolie und Wärmepumpe schließen sich nicht aus: Beide arbeiten mit Strom, beide lassen sich mit Photovoltaik kombinieren, und beide können in einem Haus nebeneinander bestehen. Die Frage ist eher, welche sich beim jeweiligen Gebäude mehr lohnt – der Betrieb der Wärmepumpe ist sparsamer, die Investition in Heizfolie dagegen deutlich niedriger. Im Folgenden zeigen wir, wie die Wärmepumpe funktioniert, was ihr Einbau erfordert und worauf Sie beim Vergleich der beiden Systeme achten sollten.
Was ist eine Wärmepumpe, und was braucht man für den Einbau?
Die Wärmepumpe nutzt die Wärme der Umgebungsluft, des Erdreichs oder des Grundwassers zum Heizen. Anders als Gasheizungen verbrennt sie keinen fossilen Brennstoff: Für die Umweltwärme muss man nichts bezahlen, das Gerät braucht den Strom, um die Wärme zu gewinnen und auf ein höheres Temperaturniveau anzuheben.
Ihre Funktion wird oft mit dem Kühlschrank verglichen, nur in umgekehrter Richtung. Der Kühlschrank pumpt die Wärme aus seinem Innenraum in die Umgebung, weshalb sein Inneres abkühlt. Die Wärmepumpe entzieht der Umgebung Wärme: Die Energie der Wärmequelle verdampft das Kältemittel, der Verdichter bringt es auf eine höhere Temperatur, im Verflüssiger gibt es die Wärme an das Heizsystem ab, und nach dem Expansionsventil beginnt der Kreislauf von neuem.
Laut der Übersicht von Bosch zu den Wärmepumpentypen bestehen die Hauptelemente einer Wärmepumpenheizung aus:
- der Wärmequelle: Luft, Grundwasser oder Erdreich;
- der Wärmepumpe selbst mit Verdichter, Verflüssiger und Expansionsventil;
- dem Wärmeverteil- und Speichersystem, das die Wärmeenergie in die Räume bringt.
Nach der Abbildung der Übersicht stammen etwa 25 % der abgegebenen Wärmeenergie aus elektrischer Energie und 75 % aus der Umgebung – deshalb gilt die Wärmepumpe als effizientes System.
Heizfolie und Wärmepumpe im Vergleich
Wie umweltfreundlich ist die Wärmepumpe?
Die Wärmepumpe gilt zu Recht als umweltfreundliche Lösung, da sie den größeren Teil der Wärme aus der Umgebung gewinnt. Umweltwirkung und Kosten sind jedoch zwei getrennte Fragen: Hohe Investitions- und Installationskosten machen das System nicht weniger grün, sie beeinflussen aber, ob es sich bei einem bestimmten Haus amortisiert. Auch die Heizfolie verbrennt vor Ort nichts; wie umweltfreundlich sie ist, hängt von der Herkunft des Stroms ab.
Kann die Wärmepumpe in jedes Haus eingebaut werden?
Die Voraussetzungen unterscheiden sich je nach Typ. Bei Erdwärme- und Grundwassersystemen entscheiden die Gegebenheiten des Grundstücks: Es braucht Platz für Sonden oder Brunnen, und Boden beziehungsweise Grundwasser müssen geeignet sein. Bei der Luft-Wärmepumpe gibt es solche Bodenanforderungen nicht, hier sind Aufstellung und Geräusch des Außengeräts die Hauptkriterien. Die Wärmepumpe arbeitet am effizientesten mit einem Niedertemperatur-Wärmeabgeber wie einer Fußbodenheizung.
Was ist günstiger?
Die Investitionskosten sind bei der Heizfolie deutlich niedriger, weshalb sich die Wärmepumpe viel langsamer amortisiert. Im Betrieb ist es umgekehrt: Die monatlichen Kosten der Heizfolie sind oft höher als die der Wärmepumpe, weil sie für dieselbe Wärme mehr Strom braucht. Die Stromkosten der Heizfolie lassen sich mit Photovoltaik mindern. Eine konkrete Berechnung zu heutigen Preisen finden Sie im Kostenvergleich von Wärmepumpe und Infrarotheizung.
Lässt sich das mit Photovoltaik kombinieren?
Ja, beide Systeme lassen sich gut mit einer Photovoltaikanlage ergänzen, und bei beiden sinkt die Menge des aus dem Netz bezogenen Stroms. Um wie viel, hängt auch von der Abrechnungsart ab. Nach den Angaben von MVM Optimum gilt in Ungarn seit dem 1. Januar 2024 die Brutto-Abrechnung: Vom Zähler werden der monatlich bezogene und der eingespeiste Strom getrennt abgelesen. Laut der Zusammenfassung des ungarischen Photovoltaikverbands (MNNSZ) hat nur dann Anspruch auf die Saldo-Abrechnung, wer bis zum 13. September 2023 den Errichtungsantrag eingereicht hat und die Anlage bis zum 1. Januar 2026 in Betrieb nimmt – auch dann höchstens für 10 Jahre.
Da die Investition in die Wärmepumpe deutlich teurer ist, muss anhand von Quadratmetern, Dämmung und Verbrauchsgewohnheiten durchgerechnet werden, welches System sich mehr lohnt. Weitere elektrische Heizarten vergleichen wir auf unserer Seite zur Elektroheizung; ein Angebot für Ihr eigenes Haus (Ausführung in Ungarn) können Sie auf unserer Seite zur Angebotsanfrage anfordern.
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