Sparsam heizen im Einfamilienhaus: 5 bewährte Tipps
Autor: Tóth Tamás · 3 Min. Lesezeit
Fünf bewährte Schritte für eine kleinere Heizrechnung im Einfamilienhaus: thermostatgeregelte Temperatur, Wärmedämmung und dichte Fenster, raumweise Regelung, regelmäßige Wartung und Smart-Thermostat.
Im Einfamilienhaus heizen Sie sparsam, ohne auf Komfort zu verzichten, wenn Sie die Temperatur per Thermostat raum- und tageszeitweise regeln, die Wärme mit guter Wärmedämmung und dichten Fenstern im Haus halten, das Heizsystem regelmäßig warten und die Steuerung mit einem Smart-Thermostat automatisieren. Die folgenden fünf Punkte gehen diese der Reihe nach durch.
Mit dem Nahen der Heizsaison suchen viele Hausbesitzer nach Möglichkeiten für eine kleinere Heizrechnung, bei der sich die Familie weiterhin wohlfühlt. Sparsames Heizen spart nicht nur Geld, sondern senkt auch den Energieverbrauch. Wir haben die einfachen, bewährten Schritte zusammengetragen, die bei den meisten Einfamilienhäusern funktionieren.
1. Regeln Sie die Heizung per Thermostat
Einer der einfachsten und wichtigsten Schritte ist die Nutzung eines passenden Thermostats. Als Richtwert genügen im Winter im Wohnzimmer in der Regel 19–21 °C, im Schlafzimmer kann auch eine kühlere Temperatur um 18 °C ausreichen – in einem kühleren Zimmer schlafen viele sogar besser. Jedes Grad zählt: Nach einer Schätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) von 2022 spart das Absenken des Thermostats um 1 °C etwa 7 % der Heizenergie.
Warum lohnt sich das?
- Mit dem Thermostat lässt sich Überheizen vermeiden, das die Rechnung unnötig erhöht.
- Mit einem programmierbaren Thermostat lässt sich einstellen, dass das Haus nur dann auf voller Temperatur heizt, wenn Sie zu Hause sind.
- Für die Nacht und bei Abwesenheit lohnt es sich, die Temperatur zu senken. Auch bei längerer Abwesenheit sollten Sie sie nicht ganz ausschalten: Ausgekühlte Wände lassen sich nur schwer wieder aufheizen – wann und wie stark sich das Absenken lohnt, behandeln wir in unserem Beitrag zum Ausschalten der Heizung.
Über den Thermostattyp und darüber, wo er montiert werden sollte, lesen Sie in unserem Ratgeber zu Raumthermostaten.
2. Wärmedämmung und Fenster
Gute Wärmedämmung ist die Grundlage sparsamen Heizens: In einem gedämmten Gebäude bleibt die Wärme drinnen, und es braucht weniger Energie, um die gewünschte Temperatur zu halten.
Was ist zu tun?
- Alte Fenster austauschen: Dämmen die vorhandenen Fenster schlecht, bringt ein wärmegedämmtes Fenster mit Zwei- oder Dreifachverglasung viel.
- Tür- und Fensterrahmen abdichten: Durch die Ritzen entweicht viel warme Luft; mit Dichtungsband oder Wärmedämmfolie lässt sich das günstig beheben.
- Wände, Boden und Dachgeschoss dämmen: Der größte Teil des Wärmeverlusts geht darüber, daher lässt sich hier die größte Ersparnis erzielen. Wie viel, hängt vom Ausgangszustand des Hauses ab – bei einem ungedämmten, alten Haus deutlich mehr als bei einem bereits gedämmten Gebäude.
3. Raumweise Regelung
Bei Heizkörperheizung sollten Sie Ventile – zum Beispiel Thermostatventile – verwenden, mit denen sich die Heizung der einzelnen Räume getrennt regeln lässt. Bei elektrischer Flächenheizung, etwa Heizfolie oder Infrarot-Heizpaneel, ist das von vornherein gegeben: In der Regel steuert ein eigener Thermostat jeden Raum.
Vorteile
- Es wird nur dort und dann geheizt, wo und wann es nötig ist – das ist die direkteste Ersparnis.
- In einem größeren Haus mit mehreren Zimmern ist die Bedienung des Systems einfacher.
- Wenig genutzte Räume werden nicht unnötig beheizt.
4. Regelmäßige Wartung
Die Effizienz des Heizsystems hängt auch von seinem Zustand ab.
Wartungstipps
- Lassen Sie das gesamte Heizsystem mindestens einmal jährlich überprüfen.
- Entlüften Sie die Heizkörper, denn darin eingeschlossene Luft behindert die Wärmeabgabe.
- Lassen Sie Kessel oder Wärmepumpe prüfen, damit sie mit gutem Wirkungsgrad arbeiten.
- Bei elektrischer Flächenheizung gibt es weder zu entlüftende Rohre noch Brennraum; hier sollten Sie zu Saisonbeginn Thermostateinstellungen und Fühlerplatzierung durchsehen.
5. Smart-Thermostat
Smart-Home-Geräte werden immer erschwinglicher, und mit ihnen lässt sich die Heizung auch aus der Ferne regeln.
Die Vorteile des Smart-Thermostats
- Er ist auch per Telefon steuerbar, sodass er nur dann heizt, wenn es wirklich nötig ist.
- Er lernt die Gewohnheiten und startet oder senkt die Heizung rechtzeitig.
- Mit ihm lässt sich der Verbrauch verfolgen, was die bewusste Einstellung unterstützt.
Zusammenfassung
Sparsames Heizen im Einfamilienhaus bedeutet keinen Verzicht, sondern bewusste Einstellung: mäßige, raumweise geregelte Temperatur, gute Dämmung, gewartetes System und smarte Steuerung. Wenn Sie die obigen Schritte befolgen, kann die Heizrechnung kleiner ausfallen, während das Zuhause genauso angenehm bleibt. Weitere Ideen, vor allem für Wohnungen mit Heizkörpern, finden Sie in unserem Beitrag mit zehn Heiztipps.
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