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So planen Sie die Infrarotheizung für Ihr neues Zuhause – aus neuer Perspektive

Autor: Tóth Tamás · 5 Min. Lesezeit

Die Infrarotheizung eines Neubaus sollten Sie schon beim Vorentwurf planen: Wärmebedarf und Dämmung, raumweise Zonen, Fußboden-, Decken- oder Wandheizung, Steuerung, dann fachgerechte Ausführung und Inbetriebnahme. Wir zeigen es Schritt für Schritt.

So planen Sie die Infrarotheizung für Ihr neues Zuhause – aus neuer Perspektive

Die Infrarotheizung planen Sie in einem Neubau dann gut, wenn Sie sie nicht als nachträgliche Ergänzung, sondern schon zur Zeit der Vorentwürfe als Teil des Hauses behandeln: Mit Architekt und Energieberater ermitteln Sie Wärmebedarf und Dämmung, legen raumweise Zonen fest, entscheiden, wo Fußboden-, Decken- oder Wandheizung sein soll, vertrauen die Installation einer Fachkraft an und justieren nach der Inbetriebnahme die Thermostate fein.

Der Bau eines neuen Zuhauses ist eine der größten Investitionen des Lebens, und unter den vielen Entscheidungen gehört die Wahl des Heizsystems zu den wichtigsten. Die Infrarotheizung wählen immer mehr Menschen, weil sie komfortabel ist und sich in einem gut gedämmten Haus wirtschaftlich betreiben lässt. In diesem Beitrag zeigen wir, warum es sich lohnt, die Planung von der ersten Minute an ganzheitlich zu durchdenken. Über den Planungsablauf und die Abstimmung vor Ort lesen Sie auch auf unserer Seite zu Vor-Ort-Besichtigung und Beratung (in Ungarn).

Planung der Infrarotheizung für ein neues Zuhause

Warum passt die Infrarotheizung in ein neues Haus?

Die nach dem Prinzip der Infrarotstrahlung arbeitende Heizung erwärmt in erster Linie nicht die Luft, sondern die Oberflächen und Gegenstände des Raums und die Menschen darin – ähnlich wie man Sonnenstrahlung spürt. Bei einem Neubau ist das in mehrfacher Hinsicht von Vorteil:

  • Geringerer Verbrauch bei guter Dämmung: Durch die Strahlungswärme wirkt der Raum schon bei niedrigerer Lufttemperatur behaglich, was den Verbrauch senken kann. In einem gut gedämmten Haus lässt sich diese Form der elektrischen Heizung wirtschaftlich betreiben.
  • Weniger Luftbewegung: Da sie nicht durch Luftzirkulation heizt, gibt es keinen Zug, und es wird weniger Staub aufgewirbelt. Die Strahlungswärme erwärmt auch die Wandflächen, was der Entstehung kalter, feuchter Oberflächen entgegenwirkt.
  • Platzersparnis und Ästhetik: Es gibt keine Heizkörper, keinen Kessel und kein Rohrnetz, sodass mehr freier Platz bleibt und der Innenraum aufgeräumt wirkt.
  • Wenig Wartung: Das hinter Belag oder Decke eingebaute Heizelement ist nicht sichtbar und hat keine beweglichen Teile, daher braucht es auch langfristig wenig Wartung.

Der neue Planungsansatz: Integration von Anfang an

Der neue Ansatz besteht darin, die Heizung schon in der allerersten Phase des Hausentwurfs einzuplanen. So kommen die Vorteile am besten zur Geltung, und später müssen keine Kompromisse bei Belägen, Möblierung oder Elektronetz geschlossen werden.

Erste Phase: die Grundlagen auf Konzeptebene

  • Abstimmung mit Architekt und Energieberater: Besprechen Sie Ihren Wunsch nach Infrarotheizung schon zur Zeit der Vorentwürfe mit dem Architekten. Der Energieberater hilft anhand von Ausrichtung des Hauses, Fenstergrößen und geplanter Dämmung, den Wärmebedarf genau zu bestimmen.
  • Wärmeverlust und Dämmung: Es lohnt sich, mögliche Wärmeverlustpunkte zu erfassen. Eine gut geplante und ausgeführte Dämmung ist Grundvoraussetzung für den effizienten Betrieb der Infrarotheizung – denken Sie gleichermaßen an die Dämmung von Wänden, Decke, Untergrund und Fenstern.
  • Raumaufteilung und Funktionen: Welcher Raum wird wofür genutzt? Ein Schlafzimmer hat einen anderen Wärmebedarf als ein Wohnzimmer oder ein Bad, deshalb sollten die Zonen schon jetzt durchdacht werden.

Zweite Phase: Auswahl und Platzierung des Systems

Die Infrarotheizung ist flexibel: Die Heizelemente lassen sich an die Gegebenheiten der Räume und persönliche Bedürfnisse anpassen.

  • Fußbodenheizung mit Heizfolie oder Heizmatte: Wir empfehlen sie für Wohnzimmer und Kinderzimmer, wo der Komfort eines warmen Bodens wichtig ist. Die Heizfolie ist dünn und kommt unter den Belag. Die Heizmatte dient einem ähnlichen Zweck; welche zum jeweiligen Belag passt, sollte bei der Planung entschieden werden. Zum Schichtaufbau der Fußbodenheizung lesen Sie unseren Beitrag zur Planung der Fußbodenheizung.
  • Deckenheizung mit Einbau von Heizfilm: eine aus dem Wohnraum völlig unsichtbare Lösung, die von der Decke kommende Strahlungswärme verteilt sich gleichmäßig. Für Räume mit großer Raumhöhe oder offene Räume empfehlen wir sie besonders. Heute installieren wir die Heizfolie der 4. Generation.
  • Wandheizung: Die in die Wand eingebaute Heizfolie bzw. der Heizfilm temperiert gezielt den jeweiligen Bereich. Vor die beheizte Wand dürfen keine Möbel oder großen Bilder, weil sie die Wärmestrahlung behindern.
  • Infrarotpaneel oder Heizpaneel: als Zusatzheizung oder für Räume, in denen sich keine Flächenheizung umsetzen lässt (zum Beispiel Bad, Keller). Es gibt ästhetische Ausführungen, die sogar als Bild funktionieren.

Smart-Home-Integration: In einem Neubau ist ein Smart-Home-System heute fast eine Grundanforderung, und die Infrarotheizung lässt sich gut einbinden, da jede Zone mit eigenem Thermostat gesteuert werden kann.

  • Steuerung je Zone: Jeder Raum, oder sogar ein Teil davon, kann eine eigene Temperaturzone sein, sodass nur dort und nur so viel geheizt wird, wo und wie viel nötig ist.
  • Fernsteuerung und Programmierung: Sie ist per Smartphone steuerbar, ein Wochenprogramm lässt sich einstellen, was unnötigen Verbrauch senkt.
  • Energieüberwachung: Moderne Steuerungen liefern Verbrauchsdaten in Echtzeit, was die Feinjustierung der Einstellungen unterstützt.

Dritte Phase: Ausführung und Feinjustierung

  • Fachgerechte Installation: Vertrauen Sie die Installation der Infrarotheizung einer Fachkraft an. Die genaue Leistungsberechnung, der sichere Anschluss und die passende Materialwahl sind Voraussetzung für einen langfristig störungsfreien Betrieb. Worauf Sie vor der Ausführung achten sollten, listet unser Beitrag Vor der Ausführung der Infrarotheizung auf.
  • Materialwahl: Wählen Sie hochwertige, zertifizierte Produkte, ob Heizfolie, Heizfilm, Heizmatte, Heizkabel oder Infrarotpaneel. Bei der Entscheidung helfen auch Referenzen und Garantiebedingungen: Bei uns gibt es 15,5 Jahre Garantie auf die Heizfolie der 4. Generation, wenn wir die Ausführung übernehmen.
  • Einstellung und Probebetrieb: Führen Sie nach der Inbetriebnahme einen Probebetrieb durch, justieren Sie die Einstellungen der Thermostate fein und prüfen Sie, ob jede Zone die gewünschte Temperatur erreicht.

Denken Sie auch an ergänzende Lösungen

Bei der Planung eines neuen Zuhauses lohnt es sich, die Temperaturregelung als Ganzes zu durchdenken:

  • Kühlung: Die Infrarotheizung eignet sich allein zum Heizen, löst aber das sommerliche Kühlen nicht. Brauchen Sie auch Kühlung, planen Sie am besten eine moderne Klimaanlage mit Wärmepumpenfunktion dazu ein.
  • Besondere Heizbedürfnisse: Haben Sie schon an eine Setzlingsheizung im Gewächshaus oder an eine Terrassenheizung für kühlere Abende gedacht? Auch dafür gibt es Infrarotlösungen, und wegen des Stromnetzes lohnt es sich, sie bei der Planung zu berücksichtigen.

Die weniger sichtbaren Vorteile der Infrarotheizung

Bei der Planung zählen nicht nur technische Details, sondern auch Gesichtspunkte, die langfristig den Gebrauchswert des Zuhauses ausmachen:

  • Elektrosmog: Das elektromagnetische Feld moderner Heizfolien haben wir mit eigenen Messungen untersucht; die Ergebnisse zeigt unsere Seite zum Elektrosmog.
  • Moderne Haustechnik: Ein energiesparendes, gut regelbares Heizsystem dient der langfristigen Nutzbarkeit des Hauses.
  • Mit erneuerbarer Energie: In Kombination mit einer Photovoltaikanlage kann ein Teil des Strombedarfs der Infrarotheizung aus Eigenerzeugung gedeckt werden.

Zusammenfassung

Wenn Sie die Infrarotheizung schon in das Konzept des Hauses einbauen, installieren Sie nicht bloß ein Heizsystem, sondern planen ein abgestimmtes, energieeffizientes und komfortables Raumklima. Vorausschauende Planung, frühe Einbindung von Fachleuten und gut gewählte Steuerung sorgen zusammen dafür, dass das Haus über Jahrzehnte komfortabel und wirtschaftlich beheizbar bleibt. Wenn Sie ein neues Haus planen, lesen Sie hier mehr zu Vor-Ort-Besichtigung und Beratung (in Ungarn).

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