Infrarot-Deckenheizung, aber nicht warm genug? Das hilft
Autor: Tóth Tamás · 2 Min. Lesezeit
Nimmt die Infrarot-Deckenheizung Strom auf, die Wohnung wird aber nicht warm genug, ist oft die Grenze des Fühlers über dem Gipskarton zu niedrig. Unser Video zeigt Ursache und Einstellung.
Nimmt die Infrarot-Deckenheizung ordnungsgemäß den nötigen Strom auf, Sie spüren in der Wohnung aber nicht die erwartete Wärme, prüfen Sie zuerst den Grenzwert des zweiten Fühlers über dem Gipskarton am Thermostat. Ist er niedrig eingestellt, schaltet die Heizung zu früh ab; nach dem Anheben der Grenze arbeitet die Heizfolie länger, und mehr Wärme gelangt in den Wohnraum.
Was misst der Thermostat der Deckenheizung?
Die für unsere Heizsysteme beschafften Thermostate arbeiten mit zwei Fühlern. Der eine überwacht die Lufttemperatur – meist ist dieser Wert im Display zu sehen. Der zweite Fühler sitzt über der Gipskartondecke zwischen den Heizfolien. An ihm lässt sich einstellen, wie viel Grad über dem Gipskarton höchstens herrschen dürfen. Die Begrenzung schützt die Konstruktion der Wohnung und die Sicherheit der Heizung, deshalb darf sie nicht abgeschaltet, sondern nur richtig eingestellt werden.
Warum wird die Wohnung nicht warm?
Das Problem tritt auf, wenn diese Begrenzung niedriger ist als nötig – zum Beispiel auf 40–45 Grad eingestellt – oder der Thermostat aus irgendeinem Grund auf einen deutlich niedrigeren Werkswert zurückgesprungen ist. Dann hilft es nichts, im Zimmer 23 Grad zu verlangen: Sobald der Fühler über dem Gipskarton 30 oder 35 Grad erreicht, schaltet der Thermostat die Heizung einfach ab. Das System ist also nicht defekt, es wird nur nicht genug arbeiten gelassen.
Die Lösung: höhere Grenze im Servicemenü
Die Grenze des zweiten Fühlers muss auf eine höhere Temperatur angehoben werden. Bei einer abgehängten Decke kann sie im Extremfall 50–55 Grad betragen; unsere Kollegen übergeben die Deckenheizung in der Praxis meist mit einem Wert zwischen 45 und 55 Grad. Bei dem im Video gezeigten Thermostat sieht die Einstellung so aus:
- Menüpunkt 4 – welcher Fühler zählt: Bei „IN“ nur der im Thermostat eingebaute Fühler (den setzen wir nicht ein), bei „OU“ nur der externe Fühler, bei „AL“ beide. In Wohnungen verwenden wir beide Fühler.
- Menüpunkt 9 – Grenze des externen Fühlers: Am gezeigten Gerät standen 35 Grad; bei Deckenheizung ist dies auf den oben genannten Bereich anzuheben.
- Speichern: Durch Ausschalten des Thermostats bleibt die Änderung erhalten.
Das Öffnen des Servicemenüs zeigt unser Beitrag zur Kalibrierung; bei anderen Thermostattypen können die Menüpunkte abweichen.
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Bei der Fußbodenheizung tritt das Symptom umgekehrt auf – die Luft ist warm, der Boden kalt – und es sind andere Grenzwerte zu beachten: Dazu lesen Sie hier. Über die Funktionsweise der Deckenheizung informiert unsere Themenseite, über ihre Vorteile ausführlich unser Beitrag zur Deckenheizung.
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