Fußbodenheizung – elektrisch oder herkömmlich?
Autor: Tóth Tamás · 4 Min. Lesezeit
Warmwasser- oder elektrische Fußbodenheizung? Beide spenden gleichmäßige, unsichtbare Wärme; der Unterschied liegt in Wärmeerzeugung, Einbau, Regelung und Energiequelle. Vergleich nach Kriterien und Entscheidungshilfe.
Warmwasser- und elektrische Fußbodenheizung bieten denselben Komfort: Sie heizen über die große Fläche des Bodens gleichmäßig und unsichtbar. Der Unterschied liegt in der Wärmeerzeugung. Das Warmwassersystem braucht einen Kessel oder anderen Wärmeerzeuger und ein im Boden verlegtes Rohrnetz; die elektrische Fußbodenheizung mit Heizfolie erwärmt direkt mit Strom, ohne gesonderten Wärmeerzeuger, und lässt sich unter nahezu jeden Belag einbauen, im Neubau wie bei der Sanierung.

Warum entscheiden sich viele für die Fußbodenheizung?
Die Fußbodenheizung ist eine der komfortabelsten Heizarten. Sie ist nicht sichtbar, weil sie unter dem Belag liegt, und steht in direktem Kontakt mit dem „Thermostat unseres Körpers“, unseren Füßen. Ob Warmwasser- oder elektrisches System – die gemeinsamen Vorteile der Fußbodenheizung sind:
- Sie strahlt die Wärme auf Wunsch von der gesamten Grundfläche ab und erwärmt so das Zuhause gleichmäßig;
- sie braucht keinen Platz und schränkt die Möblierung nicht ein;
- wegen der großen Heizfläche spendet sie schon bei niedriger Temperatur angenehme Wärme;
- es ist bequem, in Socken oder barfuß zu gehen, deshalb ist sie für Familien mit kleinen Kindern besonders vorteilhaft.
Wie funktioniert die herkömmliche Warmwasser-Fußbodenheizung?
Die Warmwasser-Fußbodenheizung arbeitet nach einem ähnlichen Prinzip wie die Heizkörperheizung, mit dem Unterschied, dass das erwärmte Wasser nicht in Heizkörpern, sondern in einem unter dem Boden verlegten Rohrsystem zirkuliert und so den Boden erwärmt. Das Wasser kann ein Gaskessel, ein Holzkessel, aber auch ein elektrischer Wassererhitzer oder Boiler erwärmen.
Zum System gehören also neben den Rohren auch Wärmeerzeuger, Umwälzung und Regelung. Die Rohre kommen in der Regel in den Estrich, deshalb kommt die Warmwasser-Fußbodenheizung vor allem bei Neubauten oder bei Sanierungen mit komplettem Bodenaustausch infrage.
Wie funktioniert die elektrische Fußbodenheizung mit Heizfolie?
Bei der Fußbodenheizung mit Heizfolie wandelt die unter dem Belag verlegte dünne Heizfolie den Strom direkt in Wärme um und strahlt sie von der Bodenoberfläche ab. Beim Erscheinen des Beitrags 2023 empfahlen wir die mit intelligentem Heizfilm der 3. Generation ausgeführte Fußbodenheizung; heute installieren wir die Heizfolie der 4. Generation. Ihre Merkmale:
- Dank der Strahlungswärme ist die Wärme schnell spürbar;
- es braucht weder Kessel noch Wassererhitzer, Rohrnetz oder Umwälzung;
- sie ist bequemer zu nutzen als ein Holzheizungssystem: kein Brennstoff, keine Asche, kein Anheizen;
- sie lässt sich beim Neubau und bei der Sanierung ausführen;
- sie lässt sich unter nahezu jedem Belag verlegen;
- sie ist mit je einem eigenen Thermostat pro Raum regelbar.
Vergleich nach Kriterien
| Kriterium | Warmwasser-Fußbodenheizung | Elektrische Fußbodenheizung (Heizfolie) |
|---|---|---|
| Wärmeerzeugung | Kessel, Boiler oder anderer Wärmeerzeuger erwärmt das Wasser | die Heizfolie erwärmt direkt mit Strom |
| Was außer dem Belag nötig ist | Wärmeerzeuger, Rohrnetz, Umwälzung, Regelung | Elektroanschluss und Thermostat |
| Einbau | Rohre im Estrich, in der Regel beim Neubau oder bei größerer Sanierung | im Neubau und bei der Sanierung, unter nahezu jeden Belag |
| Regelung | über die Regelung von Wärmeerzeuger und Heizkreisen | mit eigenem Thermostat je Raum |
| Energiequelle und Tarif | hängt vom Wärmeerzeuger ab (Gas, Holz, Strom) | Strom; der begünstigte H-Tarif ist nicht nutzbar |
Den begünstigten H-Tarif kann man nach Auskunft des Versorgers in Ungarn für Wärmepumpenheizung nutzen; für direkte elektrische Heizung – zum Beispiel Infrarotpaneele, elektrische Heizkörper – nicht. Die Stromkosten der Fußbodenheizung mit Heizfolie sollten Sie daher mit dem allgemeinen Tarif rechnen.
Was lohnt sich mehr?
Darauf gibt es nicht die eine richtige Antwort: Investition, Heizkosten und Komfort entscheiden zusammen, und alle drei werden am meisten von der Dämmung des Gebäudes beeinflusst. Einige Gesichtspunkte für die Entscheidung:
- Gibt es im Haus schon einen Wärmeerzeuger? Muss die Fußbodenheizung an einen vorhandenen Kessel oder eine Wärmepumpe angeschlossen werden, liegt das Warmwassersystem nahe. Gibt es keinen, entfällt bei der Heizfolie die Investition in den Wärmeerzeuger.
- Neubau oder Sanierung? Bei der Sanierung ist der Einbau der Heizfolie einfacher, weil weder Rohrnetz noch Kessel aufgebaut werden müssen.
- Wie gut ist das Gebäude gedämmt? In einem gut gedämmten Haus ist der Heizbedarf geringer, sodass auch die Kosten der strombasierten Heizung geringer sind.
- Wie wichtig ist die raumweise Regelung? Im elektrischen System ist jeder Raum ein eigener Heizkreis.
Den zahlenmäßigen Vergleich von Investitions- und Betriebskosten finden Sie im aktuellen Kostenvergleich von Wärmepumpe und Infrarotheizung. Über die Typen der elektrischen Heizung und die Fußbodenheizung mit Heizfolie lesen Sie mehr auf unseren Pillar-Seiten.
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Website: www.futofolia.hu
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