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Dämmung der Fußbodenheizung – was sollte man wissen?

Autor: Tóth Tamás · 4 Min. Lesezeit

Die Fußbodenheizung ist nur auf gut gedämmtem Untergrund effizient. Welche Wärmedämmung, Abdichtung und Randdämmstreifen unter den beheizten Boden gehören, welche Dicke wir empfehlen und was die Reflexionsfolie im Aufbau mit Heizfolie bringt.

Dämmung der Fußbodenheizung – was sollte man wissen?

Unter die Fußbodenheizung gehören eine trittfeste Wärmedämmung, zum Erdreich hin eine Abdichtung und entlang der Wände ein Randdämmstreifen. Unter beheizte Böden empfehlen wir eine 10–15 cm dicke Untergrunddämmung aus EPS, XPS oder Steinwolle. Ohne passende Dämmung verliert die Fußbodenheizung Wärme zum Erdreich hin und kann bei einer Belagstemperatur von 20–25 Grad das Haus möglicherweise nicht aufheizen.

Warum ist die Fußbodenheizung ohne gute Dämmung nicht effizient?

Bei der Heizkörperheizung genügt es, wenn wir frieren, die Heizung höher zu drehen. Bei der Fußbodenheizung gibt es diese Reserve nicht: Die ideale Oberflächentemperatur des Belags beträgt 20–25 Grad, wärmer sollte und braucht man nicht einzustellen, denn auf einem heißen Boden zu gehen ist unangenehm. Die fehlende Leistung lässt sich also nicht durch höhere Temperatur ausgleichen.

Bei der Warmwasser-Fußbodenheizung zirkuliert in den Rohren Heizflüssigkeit von 35–40 Grad. In einem schlecht gedämmten Haus kann es vorkommen, dass das System die Räume damit nur schwer oder gar nicht ausreichend aufheizen kann. Reicht das Budget für die Dämmung nicht, lohnt es sich, eine andere Heizlösung zu suchen – oder zuerst die Dämmung in Ordnung zu bringen.

Der Boden auf dem Erdreich: die sechste Seite des Hauses

Bei einem Einfamilienhaus ohne Keller ist neben Fassadenwänden und Dachboden beziehungsweise Decke der auf dem Erdreich liegende Boden die sechste Begrenzungsfläche des Gebäudes. Dämmen wir die anderen 5 Seiten, den Boden aber nicht, wird der Boden zur schwächsten Stelle der Wärmedämmung, und dort entweicht die Heizenergie. Deshalb gilt bei Einfamilienhäusern der Grundsatz, dass sich die Heizkosten nur mit der vollständigen Wärmedämmung des Gebäudes erheblich senken lassen. Ein vollwertiges Fußbodenheizsystem sollte man nur auf angemessen gedämmtem Untergrund aufbauen.

Welche Schichten gehören unter den beheizten Boden?

Wärmedämmung im Unterbau

Trittfeste EPS-Dämmplatte unter der Fußbodenheizung

Die Wärmedämmung des Unterbaus verhindert, dass der Unterbeton die erzeugte Wärme aufnimmt und zum Erdreich hin ableitet. Dafür eignen sich trittfestes expandiertes Polystyrol (EPS), extrudiertes Polystyrol (XPS) und Steinwolle von guter Qualität gleichermaßen.

Bei beheizten Böden empfehlen wir eine 10–15 cm dicke Untergrunddämmung. Bei Neubauten legt in Ungarn die Verordnung 9/2023 (V. 25.) ÉKM die energetischen Anforderungen fest (die frühere Regelung ist im November 2023 außer Kraft getreten); was das bei einem konkreten Gebäude genau an Dämmung bedeutet, berechnet der Energieplaner. Fehlt die Wärmedämmung im Unterbau oder ist sie unpassend, empfehlen wir den Aufbau einer vollwertigen Fußbodenheizung nicht.

Reflexionsfolie: Ergänzung, kein Ersatz für die Dämmung

Eine dünne Reflexionsfolie ersetzt keine trittfeste Wärmedämmung: Im Boden senken Dicke und Qualität der Dämmschicht den Wärmeverlust. Bei der Fußbodenheizung mit Heizfolie ist die Reflexionsfolie dagegen Teil des Schichtaufbaus – sie kommt auf die Wärmedämmung, direkt unter die Heizfolie. Diese Reihenfolge zeigt auch der Schichtaufbau unserer Ausführung in Sitke mit Laminat.

Abdichtung und Baufolie

Ob Warmwasser- oder Elektro-Fußbodenheizung: Wärme- und Feuchtigkeitsabdichtung müssen zusammenwirken. Die Baufolie verhindert, dass die Wärmedämmung durchfeuchtet und ihre Dämmwirkung verliert; sie sollte unter und über der trittfesten Dämmung liegen. Beim Boden auf dem Erdreich können Bodendampf und Bodenfeuchte in die Konstruktion gelangen, daher ist dort in jedem Fall eine Bitumen- oder verschweißte PVC-Abdichtung nötig. Bei der Ausführung des Unterbaus von Gebäuden mit Fußbodenheizung muss besonders auf die genaue Einhaltung des Schichtaufbaus geachtet werden.

Randdämmstreifen

Auch Dehnungsband genannt. Die Temperatur des beheizten Bodens verändert sich, der Untergrund dehnt sich durch Wärme aus. Damit die Ausdehnung nicht gegen die Wände drückt, muss entlang der Wände ein Randdämmstreifen angebracht werden. Der Streifen verhindert auch, dass der beheizte Unterbeton direkt mit den Wänden in Berührung kommt und über sie Wärme ableitet (Wärmebrückenfreiheit). Bei Leichtbauten ist das besonders wichtig, da dort die Stahltragkonstruktion die Wärme bis zur Bodenplatte ableiten kann.

Bei elektrischer Fußbodenheizung: ein eigener Heizkreis je Raum

Bei Elektroheizung ist jeder Raum ein eigener Heizkreis mit eigenem Thermostat, daher lässt sich auch ein kombiniertes System aufbauen. Wärmetechnisch ist die Fußbodenheizung eine sehr komfortable Lösung, doch ob sie in einem bestimmten Raum die richtige Wahl ist, hängt auch von Belag, Möblierung und persönlichen Bedürfnissen ab.

Eine sorgfältig ausgeführte Untergrunddämmung senkt bei jeder Fußbodenheizungslösung – Infrarotheizung mit Heizfolie, Heizmatte oder Heizkabel – langfristig die Heizkosten und sorgt für gleichmäßigere Wärme.

Checkliste zur Dämmung des Bodens

  • Gibt es eine trittfeste Wärmedämmung im Unterbau, und ist sie für einen beheizten Boden dick genug?
  • Schützt Baufolie die Wärmedämmung von unten und von oben?
  • Wird beim Boden auf dem Erdreich eine Bitumen- oder verschweißte PVC-Abdichtung ausgeführt?
  • Läuft der Randdämmstreifen an jeder Wand entlang?
  • Liegt bei Heizfolie die Reflexionsfolie zwischen Dämmung und Folie?
  • Lässt sich die Heizung raumweise regeln?

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